Was ist, kann und soll HTML5?

HTML5 ist ei­gent­lich im Kern eine neue Version der be­kann­ten Hy­per­text Markup Lan­gua­ge. Al­ler­dings werden oft auch andere Tech­no­lo­gi­en unter dem Banner „HTML5“ geführt, die ei­gent­lich mit den Spe­zi­fi­ka­tio­nen für den neuen HTML-Stan­dard nicht direkt etwas zu tun haben.

Was genau ist HTML5?

HTML5 ist eine Mischung aus verschiedenen Technologien, von denen einige Teil eines „HTML5“ genannten Webstandards sind, andere nicht. So sind etwa Geo­lo­ca­ti­on und Web Storage kein Be­stand­teil von HTML5 im engeren Sinne, gehören aber zu einem er­wei­ter­ten Kreis von Tech­no­lo­gi­en, die neue Fea­tures in alle Web­brow­ser bringen. Anderes, wie zum Beispiel der Application Cache, steht zwar im HTML5-Standard, hat aber eher wenig mit Markup zu tun.

Die Karte des HTML5-Universums. Jeder Kreis symbolisiert eine HTML5-Technologie, jede Farbe eine spezifzierende Institution.

Um­gangs­sprach­lich wird dieses Ge­samt­pa­ket aus neuer HTML-Ver­si­on und vielen neuen Ja­va­Script-APIs als „HTML5“ be­zeich­net. Dieser Technologiecocktail hat zwar einen ge­mein­sa­men Ur­sprung, ist aber eigentlich kein großer, zu­sam­men­hän­gen­der Stan­dard.

Was kann HTML5?

HTML5 enthält eine Reihe neuer HTML-Ele­men­te und DOM-APIs, mit denen Web­sites und Web­ap­pli­ka­tio­nen der Zukunft gebaut sein sollen. Welche davon im HTML5-Buch vorkommen, können Sie im Inhaltsverzeichnis nachlesen. Die neuen HTML-Fea­tures helfen bei der se­man­ti­schen Aus­zeich­nung kom­ple­xe­rer Web­sites, er­mög­li­chen erst­mals das cli­ent­sei­ti­ge Er­zeu­gen von Gra­fi­ken und er­wei­tern die Mög­lich­kei­ten für die Webent­wick­lung in alle Rich­tun­gen. Besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung von Webapplikationen, die nativen Apps Konkurrenz machen sollen.

Was kann ich heut­zu­ta­ge mit HTML5 an­fan­gen?

Noch sind nicht alle Fea­tures von HTML5 in allen Brow­sern voll­stän­dig im­ple­men­tiert, doch vieles kann man bereits ver­wen­den. Anderes kann man trick­sen. Es spricht in jedem Fall nichts dagegen, jene Teile von HTML5, mit denen man heut­zu­ta­ge schon etwas sinn­vol­les an­stel­len kann, auch zu ver­wen­den.